Rev. Myoshu A. Jedrzejewska M.D., Ph.D. wurde am 26. Dezember 1942 in Polen geboren. Sie promovierte als Doktor der Medizin an der Medizinischen Universität Warschau. Danach erwarb sie zwei akademische Titel: 1. Doktor der medizinischen Wissenschaft, 2. Doktor der Philosophie. Bald darauf folgten drei spezielle medizinische Diplome für klinische Neurologie, Neuropathologie und Pathologie.  Bis zu ihrem Umzug nach Warschau arbeitete sie als Professor an der Spitze des elektronischen mikroskopischen Neurologie-Forschungsinstituts für Psychiatrie und Neurologie in Warschau, das dem polnischen Gesundheitsministerium untersteht.


Ihre medizinische Karriere erlaubte ihr, in verschiedenen Ländern zu arbeiten, darunter die Sowjet-Union und die Vereinigten Staaten von Amerika. Seit 1985 war sie die Vertretung der Jodo Shinshu (Reine-Land-Tradition) in Polen. 1988 erhielt sie vom Zenmon-Sama (retired head Abbot) in Berlin kikyoshiki (Ordination for monk, entry for lay-people). 1989 heiratete sie den Hauptpriester des Korinji Tempel in Yokohama.


In Japan begann Myoshu sensei ihre systematischen Studien und Vorbereitungen für ihre Priesterweihe (tokudoshiki)  im Honshuji-Tempel in der Stadt Okazaki. Ihr Tutor war Reverend Shoshin Toro – ein Nachkomme von Shinran Shonin. Frau Toro entschied sich dafür, mit ihr zusammen das ganze Training zu absolvieren und am selben Retreat und an den nötigen Examen teilzunehmen,  die für tokudo ordination (Priesterweihe) erforderlich sind.


Frau Toros Entscheidung war ein wirklich freundschaftliches Geschenk für die allererste ausländische Person, die gerade eine sehr traditionelle japanische Priesterweihe  erhalten wollte. Beide wurden sie am 15. Juni 1992 in Kyoto vom head of denomination/ obersten Priester dieser buddhistischen Schule – Go Monshu - im Muttertempel des Jodo Shinshu (Honzan) ordiniert/geweiht.


Nach ihrer Priesterweihe begann Myoshu sensei ihre Arbeit als shutto (curate/ Hilfsgeistlicher!) im Korinji Tempel von Yokohama. Nachdem sie 1996 die Lizenz und ordination/Einweihung für die Tempelführung (bomorishiki) erhalten hatte, dehnte sie ihr Tätigkeitsfeld auch auf die Arbeit einer bomori aus.


Beide Reverend Toros organisierten an verschiedenen Orten Japans viele renken (tagelange Retreats mit Unterweisungen) und luden sensei Myoshu dazu ein, ihr Verständnis des Dharma mit sehr vielen japanischen Priestern und Laien zu teilen. Reverend Hatsuko Toro wurde, nach Rev. Muraishi,  eine sehr engagierte Übersetzerin für Myoshu. Auf diese Weise trug sie viel zu der ersten Ausgabe von Myoshus japanischem Buch: „Befreit durch das Nembutssu“ bei.


Während sie in Yokohama arbeitete, setzte Myoshu sensei ihre Studien der buddhistischen Lehre und Geschichte fort. Dank der großen Freundlichkeit von Takamaro Shigaraki, einem langjährigen Dekan der Ryukoku Universität in Kyoto (der ältesten Universität in Japan), folgte sie ihrem eigenem Programm mit monatlichen Seminaren in Kyoto. Solche harten und langfristigen Studien des Kerns der Jodo Shinshu – Lehre und Geschichte waren nicht nur wegen des sehr ungewöhnlichen Lehrers Shigaraki sensei möglich, sondern auch dank der Freundlichkeit und Hingabe von Reverend Tomomasa Teramoto vom Gokurakuji Tempel in Osaka und seiner deutschen Frau, Frau Bettina Langner. .


Die buddhistischen Aktivitäten von Myoshu sensei gelten nicht nur ihrem Dienst für den Korinji Tempel als shutto und bomori, denn sie sieht den Priester-Dienst für Polen als ihre Haupt-Pflicht an. Der Jodo Shinshu Sangha in Polen studiert das Nembutsu tatkräftig  und lebt im Nembutsu. Der polnische Sangha ist nicht nur zum größten in Europa angewachsen, sondern er ist auch der stabilste während der letzten 15 Jahre.


Rev. Myoshu ist die Autorin von zwei japanischen und vier polnischen Büchern sowie vieler buddhistischer Artikel auf Englisch, Polnisch und Japanisch. Sie lehrt auch einmal im Jahr auf Englisch im Tsukiji Betsuin-Tempel in Tokyo.


Jetzt hat sie wegen ihrer Pensionierung die Erlaubnis, die Basis ihrer Lehrtätigkeit nach Polen zu verlegen.



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